Seit Juni 2018 sorgt die Neubrandenburger Stadtwerke-Tochter neu-medianet im Auftrag von Bund und Land für superschnelles Internet. Anfangs in nur einem Gebiet sind es mittlerweile insgesamt fünf: Stavenhagen Land, Altentreptow, Friedland, Burg Stargard und Penzlin. Lutz Jungnickel, Betriebsleiter und Prokurist der neu-medianet GmbH und Sven Langenberg, Verkaufsleiter im Haushaltskundenbereich, erklären im Interview, vor welche Herausforderungen alle Beteiligten ein so großes Projekt stellt, welchen Einfluss die Corona-Pandemie hatte und warum nicht immer alles nach Plan verläuft.

Bild: neu.sw

Hat sich die Corona-Pandemie auf den Baufortschritt in den Projektgebieten ausgewirkt?

Lutz Jungnickel: Die Baumaßnahmen standen nie still. Es wurde immer weiter gebaut, eine Ruhepause gab es im Prinzip nicht. Vor allem die Tiefbaumaßnahmen konnten trotz Corona-Einschränkungen größtenteils weiterlaufen. In den Projektgebieten Burg Stargard und Stavenhagen Land haben wir beispielweise fast alle Trassen fertig gebaut. Auch in Friedland fehlen nur noch wenige Kilometer. In unseren beiden zuletzt dazugekommenen Gebieten Altentreptow und Penzlin haben wir ebenfalls sehr gute Fortschritte gemacht und sind sehr zufrieden. Spuren hinterließ und hinterlässt die Pandemie trotzdem. Der Hausanschlussbau stockte, Inbetriebnahmen und Beratungstermine mussten ausgesetzt werden, auch hatten die Bautrupps, in denen teilweise polnische Mitarbeiter zum Einsatz kommen, mit Einreise- und Quarantänebeschränkungen zu kämpfen. Es kam auch vor, dass dringend benötigtes Material nicht rechtzeitig geliefert wurde.

Sven Langenberg: Unsere Kundenberater waren aber jederzeit erreichbar, sodass Fragen telefonisch oder per E-Mail beantwortet wurden. Wichtig für den Hausanschlussbau ist allerdings die persönliche Beratung vor Ort, direkt beim Kunden. Denn dann wird nicht nur über vertragliche Details gesprochen, sondern auch entschieden, wo genau der Hausübergabepunkt gebaut wird. Zum Schutz unserer Kunden und unserer Mitarbeiter vor dem Coronavirus und aufgrund behördlicher Maßnahmen mussten Termine aber auch verschoben werden, die dann nachgeholt wurden, sobald dies wieder möglich war.

Warum kann es auch mal zu Verzögerungen im Bauablauf kommen?

Lutz Jungnickel: Die Nachfrage nach einem Glasfaseranschluss ist enorm, sodass wir unser erstes Projektgebiet immer noch nicht ganz abgeschlossen haben. Dabei spielt auch der Fakt eine Rolle, dass Bund und Land die Förderung weiterer kostenloser Hausanschlüsse in den bestehenden Ausbaugebieten ermöglichen, die in unseren ursprünglichen Planungen keine Berücksichtigung fanden. Da es sich bei einem solchen Bauvorhaben immer um einen dynamischen Prozess handelt, passen wir jeden unserer Schritte entsprechend an. Dann kann es auch mal passieren, dass wir in einem Ort länger sind, um beispielweise Hausanschlüsse zu bauen. Hinzu kommen Faktoren, die wir nicht planen und noch weniger beeinflussen können, wie bestimmte Wetterlagen oder Genehmigungsverfahren.

Sven Langenberg: Deswegen bitten wir auch alle Kunden, deren Termin sich verschoben hat, um Verständnis. Unser Team kommt zu jedem, der Interesse an einem Glasfaseranschluss bekundet hat, um persönlich zu beraten, Fragen zu beantworten und Details abzuklären. Wir freuen uns darauf, dass zukünftig so viele Menschen vom Bau der schnellen Datenautobahn profitieren und versprechen, dass sie sich auf unseren Service verlassen können.

Wo findet man Informationen, beispielsweise darüber, bis wann im eigenen Ort gebaut wird?

Sven Langenberg: Durch den Verfügbarkeitscheck auf www.glas-nost.de erfährt man, ob die eigene Adresse förderfähig ist, aber auch, wann die Bauarbeiten im Ort beendet sein sollen. Diese Angaben dienen zur Orientierung für unsere Kunden, damit sie wissen, bis wann sie sich beispielsweise bei uns melden sollten, um einen kostenlosen Hausanschluss zu erhalten.
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