Für das Verfahren kommt eine Horizontalbohranlage zum Einsatz. 100 Meter Kabel wurden damit unterirdisch verlegt. Fotos: neu.sw

Mit dem so genannten Horizontalspülbohrverfahren können Rohrleitungen unterirdisch verlegt werden, ohne dass dafür ein Graben ausgehoben werden müsste. Lediglich eine Baugrube am Anfang und am Ende der Strecke ist notwendig.

  

Ein sehr langer Bohrer wird langsam in die Erde geschoben und bohrt in einigen Metern Tiefe einen Kanal. Als Bohrflüssigkeit sorgt ein Betonit-Gemisch dafür, dass der Hohlraum erhalten bleibt. Durch ihn wird dann beim Rückzug ein - in diesem Fall 100 Meter langes - Leerrohr gezogen, in das später die Rohrverbände geschoben werden, die wiederum mit Glasfaserkabeln bestückt werden.

  

"Die Technik bietet sich vor allem zwischen den einzelnen Ortschaften an", sagt Monty Streufert, der das Breitbandprojekt für die neu-medianet als Baubegleiter überwacht. "Der Vorteil ist, dass wir außer für die Start- und Zielgrube keinen Tiefbau haben. Damit ist das Verfahren günstiger und es spart Zeit", sagt er. Innerorts bleibe der Tiefbau notwendig, weil dort an der Haupttrasse die Verbindungen für die Hausanschlüsse geschaffen werden.

Normalerweise reicht es aus, die Rohre und Kabel für den Breitbandausbau zwischen 2,5 und 3 Meter tief in die Erde zu bringen. Hier unter dem Bahnübergang sind es diesmal sogar 5 Meter - aus Sicherheitsgründen, damit bei der Bohrung keine Schäden an den Gleisen entstehen. Nach 3 Stunden ist es bereits geschafft, die Anlage zieht das Leerrohr aus der Erde. Nun kann es mit den bereits in der Erde liegenden verbunden werden. Die Haupttrasse im Projektgebiet Stavenhagen ist fertig. Ein wichtiger Meilenstein für die Arbeiten im Projektgebiet Stavenhagen-Land, denn damit ist nun ein Großteil der insgesamt 240 Kilometer langen unterirdischen Rohrtrasse verlegt. Hunderte Hausanschlüsse sind bereits gebaut und in Betrieb genommen. Weitere werden folgen. Bis zum Sommer dieses Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein.

Die neu-medianet als Tochterfirma der Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) kümmert sich im Auftrag des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte im Rahmen des vom Bund geförderten Breitbandausbaus auch um den Aufbau einer hochmodernen zukunftsfähigen Glasfaserinfrastruktur in vier weiteren Projektgebieten rund um Neubrandenburg. Dazu gehören das östliche Umland der Kreisstadt mit Burg Stargard (MSE 24_25), das Friedländer Umland (MSE 24_21), das Gebiet zwischen Altentreptow und Wulkenzin (MSE 24_22) sowie die Stadt Penzlin und ihr Umland (MSE 24_23).
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